Bilder: Kreidezeit Naturfarben
Beim Überstreichen einst tapezierter Wände können Kleisterreste gelbliche Verfärbungen verursachen. Alaunsalz in Kombination mit Kalkputz kann dies verhindern und die Wände dabei diffusionsoffen halten.
„Beim Ablösen der Tapete bleiben immer Kleisterreste haften, die ein direktes Überstreichen erschweren, da Farbe schlecht haftet und später abblättern kann“, so Michael Meißner, technischer Berater des Naturfarben-Herstellers Kreidezeit. Diese Reste können auch beim Überspachteln mit frischem Putz zu Verfärbungen führen.
Da Tapetenkleister wasserlöslich ist, müssten Reste eingeweicht und entfernt werden, was aufwendig ist und Gipskartonplatten beschädigen kann. Zudem kann das Papier alten Gipskartons altersbedingte Gilbungsfarbstoffe abgeben.
Der Kreidezeit-Experte rät daher vom Abwaschen ab und empfiehlt Alaunsalz mit Kalkputz. Dazu dicke Kleisterreste abschleifen und die Wand grundieren. Anschließend eine mindestens 1,5 mm dicke Schicht Kalkglätte oder Kalkhaftputz auftragen.
Bei durchschlagenden Flecken auf den getrockneten Kalkputz eine zehnprozentige Alaun-Grundiersalz-Lösung aufbringen. Nach dem Trocknen kann die Wand beispielsweise mit Sumpfkalkfarbe überstrichen werden, ohne dass Flecken durchschlagen. Meißner betont, dass diese Kombination die einzige Möglichkeit sei, den Farbdurchschlag zu unterbinden und die Wände diffusionsoffen zu halten. Im konventionellen Malerhandwerk werden Wände oft mit kunstharzhaltigem Sperrgrund versiegelt, was die Wand jedoch abdichtet.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.kreidezeit.de (Unbeauftragte Werbung)




