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Der Taupunkt-Falle entkommen

Beim Neubau seines Hauptsitzes stattete Outdoor-Spezialist Bever den kompletten Verwaltungsbereich auf 1.270 m2 Fläche mit Natur-Klimadecken von Argillatherm aus. Mit ihnen lassen sich große Räume nicht nur heizen, sondern im Sommer auch von oben kühlen. Dabei lösen sie die Taupunktproblematik – eine der größten physikalischen Herausforderungen bei der Flächenkühlung – ohne zentrale Lüftungsanlage und Taupunktüberwachung. Eine Herausforderung war auch die Deckenarchitektur – eine Holzrippen-Konstruktion in Wabenform.

Raumgewinn durch dünne Beton-Fertigwände

Kommen schlanke Fertigwände aus Beton beim Hausbau zum Einsatz, lässt sich ein Raumgewinn von 3-4 % erzielen. Statt 100 m² Wohnfläche stehen dann bei gleichem Grundriss 104 m² zur Verfügung. Möglich macht das ein Beton mit einer relativ hohen Dichte von 2,1 g/cm³. Eine spezielle Rezeptur verleiht diesen Wandsystemen so viel Festigkeit, dass sie ungewöhnlich schmal ausfallen können.

Natur-Klimadecken heizen und kühlen Betonhaus aus dem 3D-Drucker

Im Kamp C (Landeszentrum für Nachhaltigkeit und Innovation in Antwerpen) entstand in nur drei Wochen ein Einfamilienhaus aus Europas größtem 3D-Drucker. Kombiniert wurde die Gebäudehülle aus Beton mit Natur-Klimadecken aus Hochleistungs-Lehmmodulen. Durch die Schlauchleitungen strömt je nach Bedarf warmes oder kaltes Wasser zum sanften Heizen bzw. Kühlen der Räume. Kondenswasser bildet sich dabei nicht. Die Lehmmodule regeln die Luftfeuchtigkeit im Raum. Damit erübrigte sich eine Anlage zur Raumluft-Entfeuchtung.

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